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Innovation: künftige Arbeitsplätze in Postdienstleistungen

Postdienstbetreiber weltweit entwickeln neue Postprodukte und innovative Möglichkeiten zur Nutzung der bestehenden Postnetze, wobei sie folgende Punkte im Auge haben:

  • sich rasch verändernde Technologie
  • immer mehr weltweite Verbindungen zwischen Menschen und Unternehmen
  • eine große Zahl finanztechnisch unterversorgter Kunden und
  • die Notwendigkeit, neue Beschäftigungs- und Einkommensquellen zu fördern, da die Nachfrage nach standardmäßiger Postzustellung derzeit immer mehr nachlässt.

Unser Ziel in diesem Bereich ist, das Bewusstsein zu schärfen und Wissen über neu gegründete Postdientsleistungsunternehmen und sowohl die positiven Erfahrungen als auch die damit verbundenen Herausforderungen auszutauschen. Die Fähigkeit, existenzfähige Dienstleistungen zu schaffen, die das breit ausgebaute Postnetz, sich rasch weiter entwickelnde Technologie, qualifizierte Arbeitskräfte und das Vertrauen der Öffentlichkeit nutzen, sind der Schlüssel zu künftigen Arbeitsplätzen in der Post.

In diesem Bereich werden wir die Erfahrungen und Kommentare der Mitgliedsorganisationen und grundlegende, von internationalen Gremien und nationalen Einrichtungen erstellte Studien zusammentragen und veröffentlichen. Jeder neue Beitrag auf unserer Website, der Hinweis gibt auf diese neuen Entwicklungen, die sich positiv auf Arbeitsplätze auswirken könnten, wird mit dem obigen Logo gekennzeichnet werden.

Der UPU Innovations Film über das elektronischen Geschäft   - März 26 und 27, Bern, Schweiz

 

E-Postdienstleistungen in vier Bereichen

Einer der Kernbereiche für Innovationen im Postdienstleistungsbereich ist die Schnittstelle zwischen elektronischen Diensten und traditionellen Postdienstleistungen.

Der Weltpostverein (UPU)ist eine Hauptinformationsquelle für E-Postleistungen und er hat eine Reihe internationaler Studien veröffentlicht, wie z.B.: Measuring postal e-services development. A global perspective. January 2012.

Die Studie enthält eine nützliche Auflistung und Klassifikation von 55 immer wichtiger werdenden E-Dienstleistungen, die von Postbetreibern entwickelt werden könnten, sowie auch einen Überblick über die aktuelle Lage in 94 Ländern (von insgesamt 191 UPU-Mitgliedstaaten). In dieser Studie werden die Dienstleistungen unterteilt in:

  • E-Post
  • E-Finanz
  • E-Handel
  • E-Regierung

A PES (Index postalischer E-Dienstleistungen) zeigt, wie es jedem Land in jedem dieser vier Bereiche ergeht. Dieses Ranking zeigt, welche Länder im jeweiligen Bereich führend sind und, was ganz besonders interessant ist, dass einige Postdienstbetreiber in Entwicklungsländern in einigen Bereichen führend sind und anderen als Beispiel dienen und eine Vorreiterrolle übernehmen können. Das Ranking hilft dabei herauszufinden, welche Dienstleistungen am besten entwickelt und strategisch wichtig für das Postgeschäft sind.

Das Büro des Generalinspektors der USPS (US-amerikanischer Postdienstleister) hat ein Weißbuch veröffentlicht, dessen Schwerpunkt auf der steigenden Nachfrage nach informationsbasierten Dienstleistungen liegt. Die Studie zeigt, wie Postbetreiber auf ihre Stärken und vorhandenen Netze aufbauen und sich auf die Erbringung informationsbasierter Dienstleistungen konzentrieren können. Postbetreiber müssen sich bei der Verwaltung der Fülle von Informationen, zu der sie im Rahmen ihres normalen Geschäftsbetriebs Zugang haben und die sie selbst hervorbringen, mehr auf die Bedürfnisse der Kunden konzentrieren. Dieser Schwerpunkt kann wiederum zur Erbringung einer völlig neuen Reihe von Dienstleistungen in sechs Bereichen, die in der Studie genannt werden, führen.

Enriching Postal Information: Applications for Tomorrow's Technologies, January 13, 2014

Integration von Finanzdienstleistungen durch Postbetreiber

E-Finanzdienstleistungen werden rege diskutiert und als profitables Geschäftsfeld sowie auch Möglichkeit zur Bereitstellung eines Zugangs zu Finanzdienstleistungen für viele in dieser Hinsicht unterversorgte und benachteiligte Menschen, sowohl in den Industrie- als auch in Entwicklungsländern, betrachtet. Viele Länder verfügen bereits über Erfahrung mit mehr oder weniger umfangreichen finanziellen Postdienstleistungen.

Hier einige spezifische Studien zum Thema:

Der Weltpostverein (UPU): Global Panorama on Postal Financial Inclusion: Business Models and Key Issues, March 2013

Büro des Generalinspektors (USPS): Providing Non-Bank Financial Services for the Underserved, January 27, 2014

Kanadisches Zentrum für Politik-Alternativen (Centre for Policy Alternative's (CCPA)), Papier von 2013 über Postbanking - von John Anderson: Why Canada needs postal banking

EU-Post-Sozialdialog

Der Sozialdialog-Ausschuss für den Postsektor führte am 7. Februar 2014 seine Schlusskonferenz zur Innovation durch. Wir verweisen auf die Berichte zum Projekt 2013 Entwicklung hochwertiger Postdienstleistungen im digitalen Zeitalter.

Wir freuen uns über Beiträge von Mitgliedsorganisationen über innovative Produkte oder Dienstleistungen in ihren Ländern oder Beispiele dafür, wie ihre Gewerkschaften eine andere und innovative Zukunft im Bereich der Post fördern.