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Wal-Marts
gewerkschaftsfeindliche Bastion bröckelt:
Organisierung der Arbeitnehmer in China ist nicht aufzuhalten
Ein
Wal-Mart-Laden nach dem anderen schliesst sich in China der
Gewerkschaft an. Innerhalb von wenigen Tagen wurden die ersten
drei Organisationen des Allchinesischen Gewerkschaftsbundes
(ACFTU) gegründet. Eine Reihe weiterer Organisationen entsteht
derzeit. Dieser Prozess begann mit einer Stellungnahme des ACFTU
Vorsitzenden Wang Zhaoguo (links), der Wal-Mart als besonders
schlimmes Beispiel der Missachtung des Arbeitnehmerrechtes auf
Gewerkschaftsbeitritt bezeichnet hatte.
Wang stellte ausserdem fest, dass besondere Gesetze nötig
werden könnten, um sicherzustellen, dass ausländische
Unternehmen den ACFTU nicht an der Gründung von
Gewerkschaftsorganisationen hinderten. Nun sieht es so aus, als
hätte Wal-Mart nachgegeben. Es scheint den Arbeitnehmern
gelungen zu sein, ihre ACFTU Organisationen selbstständig zu
etablieren.
Die dritte Organisation in einer chinesischen Filiale von
Wal-Mart wurde in Nanjing gegründet, der Hauptstadt der
ostchinesischen Provinz Jiangsu. Heute berichtete die
China Daily,
dass die 31 neuen Gewerkschaftsmitglieder den ersten Ausschuss
gewählt hätten. Wu Yinzheng, ein 22 Jahre alter Mitarbeiter,
wurde demnach als Vorsitzender gewählt.
Nach Angaben der Zeitung versprach Wu nach seiner Wahl, dass
der Ausschuss die Rechte und Interessen der Arbeitnehmer,
entsprechend geltender Landesgesetze, schützen und versuchen
wolle, ein reibungsloses Verhältnis zwischen Arbeitgebern und
Arbeitnehmern aufzubauen und zu halten.
Xu Deming, Stellvertretender Vorsitzende des ACFTU, erklärte
der China Daily, dass Gewerkschaften, die auf eigenen Wunsch der
Arbeitnehmer gegründet werden, die wirtschaftlichen, politischen
und kulturellen Arbeitnehmerrechte wahren und dazu beitragen
könnte, die Arbeitsbeziehungen "zu ölen".
Arbeitnehmer bei Wal-Mart sind in vielen Ländern organisiert,
in denen das Unternehmen besteht, so beispielsweise im
Vereinigten Königreich, in Argentinien, Brasilien und Japan.
Erst kürzlich hat der Handelsmulti sowohl Deutschland als auch
Korea verlassen. Dort war es daran gescheitert, den Wettbewerb
mit anderen heimischen und multinationalen Unternehmen
erfolgreich zu bestehen. In China liegt Wal-Mart weit hinter dem
multinationalen Marktführer Carrefour zurück.
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