Lenkungsausschuss traf
sich in Sarajevo:
UNI-Europa
Handel hat weitere Unterstützung für Projektaktivitäten in Bosnien
und Herzegovina zugesagt
Während eines kürzlichen Treffens in
Sarajevo sprach sich die Lenkungsausschussgruppe von UNI Europa Handel
für eine fortlaufende Unterstützung für die Projektkooperation mit
der Handelsgewerkschaft von Bosnien und Herzegovina (CTUBiH)aus. Die
Gewerkschaft, mit Sitz in Sarajevo, vertritt die Interessen von mehr als
6.000 Arbeitnehmern, die alle in der Nachkriegszeit ab 1997 beigetreten
waren. Mit Hilfe der Mitglieder in den Nordischen Ländern und vielen
anderen, hat UNI Handel die bosnischen Handelsangestellten aktiv
während der Wiederaufbauzeit und der Phase des wirtschaftlichen
Umstrukturierungsprozesses begleitet.

Vor einem zerstörten Gebäude auf dem
Boulevard in Mostar hören Christine Asmussen (links), Anssi Vuorio,
Owen Nulty und eine Übersetzerin Zelja Grubisic zu, die
Vorstandsmitglied von CTUBiH ist. Zelja hatte ihr Heim während der
kriegerischen Auseinandersetzung in der Stadt verloren und war in
letzter Minute geflohen. Heute ist sie für Projektaktivitäten in
Mostar verantwortlich und ist ausserordentlich aktiv im Frauennetzwerk
engagiert, das durch das UNI Handel Projekt in Bosnien aufgebaut wurde.
Getragen von HK Norwegen und anderen nordischen Handels- und
Finanzgewerkschaften, bezieht das Projekt alle Volksgruppen und beide
Entitäten von Bosnien und Herzegovina ein.
Einige Mitglieder des Lenkungsgruppes nutzten die Gelegenheit Mostar zu besichtigen, wo
sie eine grosse Bandbreite der Projektaktivitäten von UNI Handel in der
Region kennenlernten. Sie besuchten auch das alte Gewerkschaftshaus im
Stadtzentrum, welches durch Artilleriebeschuss während des Krieges
schwer beschädigt und durch ein Projekt von UNI Handel renoviert worden
war.

Der Stolz von Mostar, die Alte Brücke,
wurde endlich wiederaufgebaut. Durch Artillerie während des Krieges
zerstört, wird die "Stari Most" in der Altstadt bald endlich
wieder begehbar sein. Sie wird auch weiterhin die Beziehungen zwischen
Nord und Süd und West und Ost in der gesamten Region in Südosteuropa
symbolisieren.
Privatisierung und wirtschaftliche
Umstrukturierung wurden von sich verschlechternder Lage von
Beschäftigung und Arbeitsbedingungen begleitet, Arbeitsplatzverlust und
schwindenden Sozialleistungen. Löhne im Handel sind sehr niedrig und
viele Arbeitnehmer können nur Kurzzeit- und befristete Stellen finden,
berichtetet die Präsidentin von CTUBiH, Azra Sehbajraktarevic, den
Mitgliedern der Lenkungsausschussgruppe.
Zusätzlich übt der informelle oder
graue Handelssektor starken Konkurrenzdruck auf die Arbeitgeber der
Mitglieder von CTUBIH aus und hat einen nachteiligen Effekt auf die
Schaffung von Arbeitsplätzen im Einzelhandel. Arbeitslosigkeit in
Bosnien und Herzegovina ist noch immer sehr hoch, 45% der Arbeitskräfte
sind heute betroffen, so Sehbajraktarevic.
Die Lenkungsauschussgruppe führte
intensive Gespräche über die Erweiterung der Europäischen Union und
die Arbeit von UNI Europa Handel in den neuen Mitgliedsstaaten.
Mehr Bilder aus Mostar, Mai 2004 (klick
auf das Miniaturbild für 640 * 480 Fotos)

Alte Brücke |

Fluss Neretva |

Fluss Neretva |

Ufer zur Altstadt |

Strassenwiederaufbau in der Altstadt |

Mostar Bergseite |

Zerstörte Wohnungen |

Zerstörte Wohnungen |
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