24.03.2005
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Lidl soll in Irland
Personalakten vernichtet haben, um sich seiner Verantwortung wegen
Altersdiskriminierung zu entziehen
Lidl soll in Irland dabei ertappt worden sein, Personalakten vernichtet zu haben, um keine Aufwendungen wegen Altersdiskriminierung leisten zu müssen. Der Irish Examiner berichtet über einen 51 Jahre alten Mann, der aussagt, dass er als Distriktmanager nicht eingestellt worden war, weil er angeblich bereits zu alt sei. Nachdem er Klage eingereicht hatte und Lidl davon unterrichtet worden war, soll das Unternehmen alle Unterlagen der Mitbewerber vernichtet haben.Das Gericht hat Lidl nun der Altersdiskriminierung für schuldig befunden und den Billig-Discounter dazu verurteilt, dem Kläger 5000 Pfund Entschädigung zu zahlen. UNI-Europa Handel und EuroCommerce haben im Europäischen Sozialdialog eine Vereinbarung über die Förderung von Altersvielfalt im Handel getroffen. Das Abkommen wurde von Regierungsbehörden, Arbeitgebern und Gewerkschaften begrüsst. Die Bekämpfung von Altersdiskriminierung ist ausserdem eine Priorität der Europäischen Kommission. Obwohl der Vorfall nicht überraschend kam, stellt Lidls Diskriminierung älterer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Grund ernsthafter Besorgnis dar. Ein Muster ist ganz klar zu erkennen, denn das Unternehmen betreibt europaweit Werbung, die nicht verdeckt, dass junge Leute eingestellt werden sollen und zwar besonders für Führungspositionen auf verschiedenen Ebenen. Diese jungen Leute werden in Deutschland ausgebildet, um sicherzustellen, dass Lidls brutaler Umgang mit dem Personal, mit Hilfe von Druck und Einschüchterung durch das Management, überall im Unternehmen angewendet wird.
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