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Die strategischen Ziele der UNI für die Zeitspanne 2002 - 2005

 
Gewerkschaften antworten auf Veränderungen in der globalen Wirtschaft
UNI - die Fachberufs- und Dienstleistungs-Internationale
Die UNI wird die Sprecherin für über 15 Millionen Gewerkschaftsmitglieder sein.

Gewerkschaften antworten auf Veränderungen in der globalen Wirtschaft

Nach Verhandlungen, die ziemlich genau zwei Jahre gedauert haben, ist am 1. Januar 2000 eine neue internationale Gewerkschaftsorganisation ins Leben gerufen worden.
Die UNI - Union Network International - ist die Fachberufs- und Dienstleistungs-Internationale für das 21. Jahrhundert, die 15,5 Millionen Mitglieder zählt.
Die UNI ist die Antwort auf die gewaltigen Veränderungen, die sich in der globalen Wirtschaft vollziehen, und gleichzeitig auch auf die voranschreitende technologiebedingte Überlappung der einzelnen Branchen.
Mit ihren rund 900 Organisationen ist die UNI heute die grösste Gruppierung einzelner Gewerkschaften.
Eine neue Internationale für das neue Millennium, eine Online-Organisation, die sich die neueste Kommunikationstechnologie zunutze macht, um Netzwerke mit ihren Mitgliedsorganisationen aufzubauen.
Mit vereinten Kräften wird die UNI in der Lage sein, den Gewerkschaftsmitgliedern gegenüber multinationalen Unternehmen, Regierungen und internationalen Institutionen eine stärkere Stimme zu verleihen.
Der Telekommunikationssektor und ein grosser Teil der Unterhaltungs- und der Medienbranche werden heute von einer kleinen Gruppe globaler Unternehmen beherrscht. Durch die rasche Expansion von Internet wird die Annäherung dieser Sektoren weiter beschleunigt.
Der elektronische Geschäftsverkehr bringt eine völlig neue Industrie hervor, und er wird sich maßgeblich auf den traditionellen Handel auswirken. Internet Banking ersetzt heute schon traditionelle Finanzsektor-Jobs.
Immer mehr Unternehmensfunktionen werden heute ausgelagert und an Giganten für Unternehmens-, Wartungs- und Leiharbeitsdienste vergeben.
Der Umsatz einer wachsenden Zahl von Konzernen übersteigt heute denjenigen einzelner Nationen. Gleichzeitig führen die Länder selbst Deregulierungsmaßnahmen durch und überlassen den Marktkräften die Kontrolle immer grösserer Bereiche ihrer Wirtschaft.
"Die Gewerkschaften müssen diese Entwicklung erkennen und sich entsprechend anpassen, und dies ist auch das Anliegen der UNI", erklärt UNI-Generalsekretär Philip Jennings. "Wir wollen die Gewerkschaftsmitglieder zu globalen Akteuren machen und sicherstellen, dass ihre Stimme in der neuen globalen Wirtschaft gehört wird."
"Immer häufiger arbeiten unsere Mitglieder für die gleichen globalen Arbeitgeber, und über die UNI werden wir einen wirksamen Dialog mit diesen Unternehmen aufbauen. Wenn Probleme auftreten, wollen wir in der Lage sein, die betroffenen Mitglieder durch eine wirksame globale Solidarität zu unterstützen."
"Unsere Bildungs- und Entwicklungsarbeit hat zum Ziel, die Stärke und Effizienz der Gewerkschaften als demokratische Einrichtungen in Entwicklungsländern zu erhöhen, ihre Organisierungstätigkeiten zu fördern und sie zu Online-Organisationen zu machen, deren Stimme Beachtung finden wird."

"Immer häufiger arbeiten unsere Mitglieder für die gleichen globalen Arbeitgeber"

UNI - die Fachberufs- und Dienstleistungs-Internationale

Die Lancierung der UNI trägt dem Umstand Rechnung, dass die Mitglieder Bürger einer neuen globalen Wirtschaftswelt sind; aus diesem Grund müssen sich die Gewerkschaften auf deren sich ständig verändernde Bedürfnisse konzentrieren, so UNI-Generalsekretär Philip Jennings.
"Wir bewegen uns auf eine wissensbasierte Wirtschaft zu, in der der Erfolg davon abhängen wird, ob es Unternehmen und Arbeitnehmern gelingt, Wissen gewinnbringend einzusetzen.
"Was unsere Mitglieder zu bieten haben, sind Fertigkeiten, und - falls die gegenwärtigen Trends fortbestehen - werden sie diese als Subunternehmer, Freiberufliche, Telearbeiter, Aussendienst-Mitarbeiter und internationale Reisende zum Tragen bringen.
"Der Verhandlungskatalog muss verändert werden, und zwar im Sinne einer Förderung derjenigen Fertigkeiten, die die Arbeitsvermittlungsfähigkeit verbessern, und einer Unterstützung familienortierter Strategien, die eine zunehmend flexible Arbeitsorganisation erlauben.
"Wir müssen sicherstellen, dass die gefragten Fertigkeiten auch den Gruppen zugänglich gemacht werden, die sonst zu kurz kommen - zum Beispiel den Frauen, die im IT-Sektor noch stark in der Minderheit sind, und den Arbeitslosen, die ihre Qualifikationen durch den technologischen Wandel verloren haben.
"Wir müssen uns zudem für den Export moderner Fertigkeiten in Entwicklungsländer einsetzen, um eine Vertiefung der Kluft zwischen "Informationsreichen" und "Informationsarmen" zu verhindern.
Die Regierungen können sich ihrer Verantwortung in diesem Prozess nicht entziehen und sie können sich auch nicht ausschließlich auf Marktkräfte verlassen, erklärt Philip Jennings.
"Die Globalisierung bringt Instabilität und Benachteiligung für die Arbeitnehmer in der ganzen Welt.
"Die jüngste Wirtschaftskrise in Asien hat Millionen von Menschen ihrer Arbeitsplätze beraubt, und da es in dieser Region keine sozialen Sicherheitsnetze gibt, gerieten die meisten mit ihren Familien in bittere Armut."
Schätzungen des jüngsten UN Human Development Report zufolge kämpfen heute weltweit rund 1,3 Milliarden Menschen, um mit weniger als 1$ pro Tag zu überleben; zudem wird der grösste Teil der ausländischen Direktinvestitionen in Regionen getätigt, denen die ärmsten Länder der Welt nicht angehören.
"Die Globalisierung wird nicht zukunftsfähig sein, solange Milliarden von Menschen Zaungäste und Opfer, anstatt Nutznießer des enormen Potentials des technologischen und wirtschaftlichen Wandels sind."
Die UNI wird sich für eine aktive Mitwirkung der Internationalen Arbeitsorganisation und der internationalen Gewerkschaftsorganisationen an den Diskussionen über die Reform der globalen Wirtschaft einsetzen.
"Die Verteilung des Reichtums - nicht seine Konzentration in immer weniger Händen - sollte ein vorrangiges Ziel der internationalen Politik sein.
"Der Wettlauf nach unten - bei dem die Welt nach den billigsten und völlig ungeschützten Arbeitskräften abgesucht wird, sollte einem intelligenten Wettlauf nach oben Platz machen."
"Wir bewegen uns auf eine wissensbasierte Wirtschaft zu, in der der Erfolg davon abhängen wird, ob es gelingt, Wissen gewinnbringend einzusetzen."
"Die Globalisierung wird nicht zukunftsfähig sein, solange Milliarden von Menschen Zaungäste sind."

Die UNI wird die Sprecherin für über 15 Millionen Gewerkschaftsmitglieder sein.

Die UNI vertritt 15,5 Millionen Mitglieder in 900 Gewerkschaften aus über 140 Ländern in allen Teilen der Welt.
Die Gründungspartner sind:

  • die Kommunikations-Internationale;
  • die FIET (Privatangestellte, Dienstleistungssektor)
  • die Internationale Graphische Föderation;
  • die Medien- und Unterhaltungs-Internationale.

Die neue Organisation wird global sein - ein neuer Hauptsitz wird zur Zeit in Nyon in der Nähe von Genf, Schweiz, gebaut; im nächsten Oktober wird er bezugsbereit sein.
Die neue Organisation wird regional sein - mit vier starken regionalen Komponenten:

  • UNI-Africa,
  • UNI-Americas,
  • UNI-Asia & Pacific,
  • UNI-Europa.

Die neue Internationale wird sektoriellen Charakter haben.
12 Sektoren werden die einzelnen Branchen abdecken:
UNI Handel; UNI Elektrizität; UNI Finanzdienste; UNI Graphik; UNI Friseur-& Kosmetikdienste; UNI IBITS (Angestellte, Fach- und Führungskräfte, IT-Spezialisten); UNI Medien, Unterhaltung & Kunst; UNI Post; UNI Wartungs- und Sicherheitsdienste; UNI Sozialversicherung & private Gesundheitsdienste; UNI Telekom; UNI Tourismus.
Sektorübergreifende Fragen werden in der UNI von drei Schlüsselgruppen behandelt:

  • UNI Frauen;
  • UNI Jugend;
  • UNI Fach- und Führungskräfte.

Stützungsfunktionen werden in Nyon von den Abteilungen: Kampagnen, Gewerkschaftsbildung & Gewerkschaftsentwicklung sowie Nachrichten & Informationen wahrgenommen.
Website:
Am 7. Januar wird eine neue Website eröffnet: www.union-network.org - Sie erlaubt Online-Diskussionen und ermöglicht das Herunterladen von Informations- und Kampagnen-Material. Es werden Verbindungen mit 300 anderen Websites möglich sein.
Die UNI-Gründungspartner :
Kommunikations-Internationale: 4,5 Millionen Mitglieder in 281 Gewerkschaften aus 127 Ländern
FIET: 10 Millionen Mitglieder in 435 Gewerkschaften aus 136 Ländern
Internationale Graphische Föderation: 1 Million Mitglieder in 103 Gewerkschaften aus 76 Ländern
Medien- und Unterhaltungs-Internationale: 200'000 Mitglieder in 130 Gewerkschaften aus 65 Ländern

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